Frameworks: Ordnungshüter für eine optimale Add-On-Entwicklung

veröffentlicht am 02. Mai 2016 in Software  .
Foto mit abgestürztem Flugzeug

Screenshot TecArt Business Software am Mac

Was ist ein Framework?

Einfach übersetzt bedeutet der Begriff „Rahmenstruktur“ oder auch „Ordnungsrahmen“. In der Welt der Programmierung dient ein Framework als eine Art Gerüst, das eine gewisse Ordnung und Struktur vorgibt, die besonders in Informationstechnik und Softwareentwicklung unverzichtbar ist. Schließlich soll am Ende alles „sauber programmiert“ sein und möglichst fehlerfrei und performant (ab)laufen. Ein Framework ist also kein bestimmtes Programm und auch keine individuelle Anwendung. Es gibt den technischen Rahmen für die Programmierung einer solchen Applikation vor und stellt „(…) eine wiederverwendbare, gemeinsame Struktur zur Verfügung. Die Entwickler bauen das Framework in ihre eigene Applikation ein, und erweitern es derart, dass es ihren spezifischen Anforderungen entspricht.“ ¹ Der „Rahmen des Frameworks“ dient in der objektorientierten Programmierung als genau definierte Aktionsfläche. Da diese weitestgehend die Anwendungsarchitektur vorgibt, definiert sie ebenso Muster von Funktionen, Schnittstellen u.v.m. Je nach Anwendungstyp eignet sich die Nutzung eines Application Frameworks beispielsweise für Shop-Lösungen, Grafik-Editoren oder auch eine komplexe CRM- oder Business-Software.

Ein Application Framework für Add-Ons

Ein Framework für die Entwicklung von Add-Ons bietet noch mehr Flexibilität und Möglichkeiten in Anwendung, Individualisierung und Erweiterung einer Standardsoftware für CRM, Groupware sowie Informationsmanagement. Das Add-On-Framework kommt jedoch nicht nur dem Kunden im Hinblick auf die spezifische Anpassung einer Standardsoftware hin zu seiner gewünschten Individuallösung (Customizing) zu Gute. Zudem können damit Zusatzlösungen, die an das Standardsystem andocken, effizienter entwickelt werden und tief in die eigentliche Softwarestruktur integriert werden.

Doch wie macht sich das genau bemerkbar? Der Kunde erhält sein Softwaresystem als einheitliche Gesamtlösung. Er bewegt sich in immer gleichen Ansichten, egal auf welche Funktion er gerade zugreift. Die Anwendung einer responsiven bzw. reagierenden Oberfläche für unterschiedliche Auflösungen garantiert zudem die optimale Darstellung der Applikation auf verschiedensten mobilen Endgeräten – und das ganz ohne aufwendige Zusatzanpassungen.

Diverse Vorlagenstrukturen (sogenannte Templates) zur Erzeugung von Oberflächen, Fenstern, Kontextmenüs oder Dateien sind in einem Add-On-Framework einzigartig gestaltet. Die korrekte Anwendung dieser Strukturen vereinfacht nicht nur die technische Entwicklung von Add-Ons, sie machen diese auch simpler, universeller, störungsfreier und sicherer einsetzbar. Eine sich selbstständig generierende Administrationsoberfläche erspart dem Add-On-Entwickler zusätzliche Arbeit. Über definierte Schnittstellen zum automatisierten Informationsaustausch (wie interne APIs oder eigene REST- und SOAP-Webservices) und spezielle Verfahren zur Serverkommunikation (sogenannte WebHooks) stehen alle Funktion und Prozesse (Workflows) der Standardsoftware auch für mögliche Add-Ons bereit. So gelingt am Ende eine unkomplizierte und vor allem unsichtbare Datenverknüpfung zwischen Standardanwendung und Add-On.

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Quellen: ¹ Johnson, Ralph E. und Foote, Brian: Designing Reusable Classes. In: Journal of Object-Oriented Programming von 1988


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Tina Wenzel

Als Marketing und Content Managerin kümmere ich mich mit viel Liebe zum Detail um die Gedankenwelt und das kognitive Wohl unserer Leser. Auf meinen Expeditionen in den Buchstaben-Dschungel erforsche ich gern seltene Wortkombinationen. Meine Mission? Themen mit Tiefe aufspüren und echte Mehrwerte herauskitzeln. Mein Ziel? Ein lebendiger und authentischer Text, bei dem ein gutes Gefühl zurückbleibt.

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