Usability und Softwarenutzung: Der Software-Nutzer im Fokus

veröffentlicht am 10. Dezember 2015 in Software  News  .

Zielsetzung beim Einsatz von Unternehmenssoftware ist es, Prozesse und Geschäftsinformationen im Unternehmen zu optimieren. Langfristig wollen Anwender dadurch von mehr Zeit, einer höheren Arbeitseffizienz und einer verbesserten Kundenkommunikation profitieren. Die Software-Module der TecArt Business Software gestalten Kommunikations- und Informationsprozesse einfach und transparent. Sie ermöglichen eine zentrale Datenhaltung sowie eine sinnvolle Verknüpfung der Datensätze untereinander. Dies dient im Umkehrschluss einer besseren Strukturierung operativer Geschäftsprozesse. Der Einsatz professionellen Software-Systeme ist aber auch nur dann wirklich erfolgreich, wenn Sie vom Anwender effizient genutzt werden können. Der Mensch vor dem Bildschirm bestimmt daher letztendlich den Nutzwert für das Unternehmen - nahezu unabhängig von allen strategischen und theoretischen Überlegungen. Hierbei sind die Bedürfnisse des Nutzers, sein Verhalten, der Kontext und natürlich seine Erfahrungen entscheidend.

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Darum ist es sinnvoll, all diese Faktoren bereits in den Entwicklungsprozess von Software-Systemen einzubeziehen. Die unabhängige Untersuchung und Entwicklung von passenden Möglichkeiten, findet dabei maßgeblich in der Usability-Forschung als Teilbereich der Arbeitswissenschaften statt. Die Erfahrung zeigt, dass komplexere Software-Systeme mit hoher Funktionstiefe einen schwereren Stand haben, als bspw. eine einfache Smartphone-App. Diese besitzt im Vergleich nur eine abzubildende Kernfunktionalität (z. B. E-Mail oder Kontakte) und ist dadurch wesentlich einfacher im Aufbau, in der Erlernbarkeit und Nutzung durch den Anwender. Professionelle, multifunktionale Software-Systeme werden insbesondere dann schlecht bewertet, wenn an Administrations- und Anwenderschulungen gespart wurde. Dieses Defizit lässt sich kaum wieder ausgleichen - erst recht nicht, wenn sich eigene „Work-Arounds“ der Nutzer als klassische Fehlbedienung in das persönliche Anwendungsschema eingelernt haben.   Zentrale Messwerte für Software-Usability Welche Software-Kriterien führen also dazu, dass sich die Nutzung bestimmter Software-Produkte intuitiv - also ohne bewusste Steuerung ausführen lässt? Vor allem im Hinblick auf Anwendersoftware sind bei dieser Frage zwei wesentliche Bereiche zu berücksichtigen: die Software-Ergonomie und die Systemarchitektur. Ergonomische Faktoren beschreiben, inwieweit die Handhabung einer Software auf die spezifischen Aufgabenfelder und Nutzerbedürfnisse zugeschnitten ist. Software-Ergonomie befasst sich mit spezifischen Methoden zur Entwicklung von Anwendersoftware sowie deren Bewertung. Ergonomische Bedingungen übernehmen eine entscheidende Rolle, um langfristig psychischen Belastungen (wie beispielsweise Stress, Frustration und Arbeitsunzufriedenheit) vorzubeugen. Je besser die ergonomischen Faktoren eines Software-Produktes auf den Nutzer abgestimmt sind, umso besser wirken diese auf die Informationsaufnahme und -verarbeitung. Zentraler Aspekt der Systemarchitektur ist die Benutzerfreundlichkeit. Diese wirkt sich ihrerseits maßgeblich auf die gesamte Arbeitsproduktivität aus, indem das Software-Produkt bspw. über eine einfache und schnell erlernbare Oberfläche verfügt und dadurch Anwendungsfehlern vorbeugt. Je besser die Architektur von Software-Systemen beschaffen ist, desto höher ist die gesamte Arbeitsproduktivität. Dies wiederum spart in der Praxis effektiv Zeit und Geld. Um diese Einzelfaktoren standardisiert zu messen und bewerten zu können, haben sich in der Forschung sogenannte Usability-Kriterien etabliert. Diese dienen erfreulicherweise nicht dem wissenschaftlichen Selbstzweck und eignen sich nicht ausschließlich für die theoretische Modellbildung. Sie sind für jeden einzelnen Software-Nutzer in seiner täglichen Anwendungspraxis adaptierbar. So wird dem Anwender ein differenzierter Blick auf die eigene Bewertung der eingesetzten Software-Systeme ermöglicht.   Die Usability-Kriterien im Überblick:- Aufgabenangemessenheit

  • Selbstbeschreibungsfähigkeit
  • Steuerbarkeit
  • Erwartungskonformität
  • Fehlertoleranz
  • Individualisierbarkeit
  • Lernförderlichkeit

      Das Usability-Zentrum Chemnitz Das „Kompetenzzentrum Usability für den Mittelstand“ (KUM) ist eine Forschungseinrichtung der TU-Chemnitz, die sich genau mit diesen Faktoren einer benutzerfreundlichen Software beschäftigt. Ihr Ziel ist es, mittelständige Unternehmen bei der Entwicklung von Anwendersoftware zu unterstützen. Dies geschieht mit verschiedenen Methoden, basierend auf eingehender Forschung. Das Zentrum ist eine zentrale Anlaufstelle für Entwickler und Software-Hersteller und leistet, in direkter Zusammenarbeit mit den Unternehmen, Hilfestellung in verschiedenen Bereichen. Neben anwendungsspezifischen Richtlinien über Prozessanalysen der Software-Entwicklungsprozesse bis hin zum Einbezug des Endverbrauchers bei der Bewertung von Software-Produkten und gewünschten Funktionalitäten. All diese Punkte zielen auf eine Optimierung des Endproduktes auf den Endverbraucher ab. Nicht zuletzt stellt das Usability-Zentrum eine staatlich anerkannte Zertifizierungsstelle dar. Sie liefert Software-Nutzern im Vorfeld wichtige und unabhängige Informationen über bestimmte Softwareprodukte - als Basis für eine Kaufentscheidung. Auf Grundlage dessen und im Rahmen des BMWi-Förderprojektes "Einfach intuitiv - Usability für den Mittelstand", fand auch die Zusammenarbeit zwischen dem Usability-Zentrum und der TecArt GmbH statt.  

    Zertifikatsübergabe

    Links: Dr. -Ing. Frank Dietrich / Mitte: Oliver Bärwolff (TecArt GmbH) / Rechts: Dr. rer. nat. Nina Bär

      Nutzwert durch Nutzer-Akzeptanz Als Software-Hersteller ist sich TecArt der Bedeutung und Notwendigkeit von „Usability“ bewusst. So wird sich diesem Thema ausführlich und ausdauernd gewidmet. Nicht zuletzt, weil Aspekte wie die Akzeptanz der Anwender maßgeblich durch Usability-Faktoren, also einer möglichst intuitiven und selbsterklärenden Software-Nutzung, beeinflusst werden. Letztendlich trägt die Akzeptanz beim Nutzer dazu bei, sich proaktiv mit neuen Software auseinander zu setzen und deren Potenziale voll auszuschöpfen. Je höher dabei die empfundene Bedienfreundlichkeit ist, umso höher ist die Software-Akzeptanz und mit ihr die positiven Arbeitsergebnisse. Die Grundlagen für die Zusammenarbeit und Teilnahme der TecArt GmbH an diesem Usability-Projekt sind vielseitig. Im Hinblick auf die Software-Eigenschaften ging es um die Steigerung derAkzeptanz, die Verbesserung des Bedienkomforts, die Maximierung der Arbeitsergebnisse sowie allgemein das unabhängige Feedback einer externen Institution. Das Resümee dieser fast 1-jährigen Forschungszusammenarbeit umfasst eine Vielzahl an Erkenntnissen. Diese werden natürlich in die weiteren Entwicklungsprozesse im Hause TecArt direkt einfließen. Sie geben nicht nur Aufschluss über den aktuellen Usability-Stand der TecArt Business Software. Sie liefern zudem neuen Input und bestätigen anstehende Planungen der technischen Weiterentwicklung. Nutzerumfragen liefern dafür ein direktes, ungefiltertes und differenziertes Feedback. Die TecArt-Software überzeugt bislang vor allem in den von Nutzern als besonders wichtig eingestuften Kriterien „Steuerbarkeit“ und „Erwartungskonformität“. Unserem Anspruch, eine Software zu entwickeln, die durch eine hohe Nutzer-Akzeptanz einen hohen Nutzwert generiert und damit eine überaus sinnvolle Investition darstellt, bleiben wir auch zukünftig treu. Mit dem Zertifikat „Usability geprüft“ wurden die aktiven Maßnahmen zur Usability-Optimierung der TecArt-Software durch das KUM offiziell bestätigt.   Weitere Informationen zum Forschungsprojekt


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Stefan Seehafer