TecArt Black Dragons Erfurt: Der offizielle Saisonrückblick 2018/2019

veröffentlicht am 23. April 2019 in News  .

Als leidenschaftlicher Sportler und mittlerweile selbst Eishockeyspieler, habe ich eine spannende erste Saison mit dem neuen Vorstand des EHC Erfurt e.V. erlebt. Als Verantwortlicher für das gesamte Vereinsmarketing und die Öffentlichkeitsarbeit ging ich mit dem Ziel an die Arbeit, die Bekanntheit und das Image der TecArt Black Dragons deutlich zu stärken. Der Verein ist beinah ein mittelständisches Unternehmen, nur auf ehrenamtlicher Basis geführt. Kein Wunder also, dass die Vereinsarbeit neben dem täglichen Geschäft bei TecArt eine echte Herausforderung darstellt. Jetzt ist erstmal Sommerpause, wobei die Planungen für die neue Saison bereits begonnen haben. Für mich persönlich ist der stetige Perspektivwechsel zwischen B2B- und Sport-Marketing in jedem Fall eine interessante Erfahrung.

Logo TecArt Black Dragons

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Mit dem TERV U11-Sichtungsturnier endete für den EHC Erfurt e.V. nun endgültig die Eishockeysaison 2018/2019. Und auch jetzt befinden wir uns schon voll in den Vorbereitungen für die neue Saison. Doch ein Rückblick soll nicht ausbleiben.

Die Zusammenfassung der Saison im Video!

Mit einer neuen Vereinsführung startete der Verein in die Saison. Zudem wurde mit Fred Carroll sehr zeitnah ein neuer Trainer vorgestellt. Über den Sommer hinweg gesellten sich, neben den Erfurter Urgesteinen, nach und nach neue Spieler in den Kader der TecArt Black Dragons. Während dieser Zeit wurde auch bekannt, dass der EHC Timmendorfer Strand insolvent ist. Ein Team weniger für die Oberliga Nord, die beschloss, eine Doppelrunde (satte 48 Spiele in der Hauptrunde) mit der anschließenden direkten Verzahnung Oberliga Süd zu spielen. Für die 14.386 Zuschauer aller Spiele in Erfurt sollte es also eine spannende Saison werden.

TecArt Black Dragons mit gutem Saisonstart

2018/2019 erwischten die TecArt Black Dragons einen guten Saisonstart. Foto: Lars Wannemacher

Überschattet von den tragischen Nachrichten unserer langjährigen Fans "Oma" und "Chaot" startete die Saison für die Drachenfans mit dem "Shooter Tours"-Sonderzug nach Braunlage, gefolgt vom Testspiel gegen den DEL2-Club und Kooperationspartner Dresdner Eislöwen. Seit vielen Jahren war endlich wieder ein höherklassiger Verein zu Gast in Erfurt. Kurz darauf startete bereits die Hauptrunde gegen den Vorjahresmeister aus Tilburg. In diesem Spiel hielten unsere Jungs dann lange gut mit. Das machte Mut und Lust auf mehr. Spätestens mit den nachfolgenden Siegen bei den Hamburg Crocodiles, den Saale Bulls, den Moskitos und zuhause gegen die Hannover Scorpions und die Harzer Falken – gegenüber sehr knappen Niederlagen gegen Berlin, Herne, Rostock und Duisburg – hatten nicht wenige Erfurter Fans nach dem ersten Viertel der Saison das Gefühl: "Da geht was!" Zunehmend erkannte man auch zunehmend die Handschrift von Neu-Trainer Fred Carroll.

Mit dem Auswärtsspiel gegen die EXA Icefighters Leipzig, das die Drachen in den letzten beiden Minuten durch zwei Gegentreffer aus der Hand gaben, zerbrach das Selbstvertrauen der Drachen. Von diesem Zeitpunkt und bis zum Ende des Jahres hagelte es in 16 Spielen 14 zum Teil deutliche Niederlagen. Lediglich zwei Auswärtssiege konnten die Drachen bei den Preussen und den Harzer Falken verbuchen. Besonders bitter war die Klatsche zum Teddy Toss Spiel gegen die Hallenser. Hinzu kam der längere verletzungsbedingte Ausfall von Kapitän Felix Schümann, der mehrere Wochen an seinem Fuß laborierte. Vorher erwischte es auch Timon Ribnitzky für den Rest der Saison, der gerade dabei war, sich immer besser ins Erfurter Spiel einzubringen. Auch Manske fiel für mehrere Wochen aus. Die Jungs spielten erfrischendes Eishockey, aber sehr viele Spiele wurden mit nur einem Tor Unterschied verloren und der Erfolg blieb somit bis zum Jahresende aus.

Fan der TecArt Black Dragons trauert

Wenn ein entscheidendes Spiel verloren geht, bleiben Emotionen nicht aus. Foto: Lars Wannemacher

Es ging wieder bergauf

Doch 2019 startete gleich mit einem Paukenschlag: Zum ersten Mal seit 2011 gewannen die Drachen in Leipzig – und das mit 3:0. Der erste Shutout der Saison. Dem folgte gleich der nächste mit dem 7:0 gegen Berlin. Leider wurde der Sieg mit der Verletzung von Jakub Körner überschattet, der sich am Knie verletzte. Doch das Selbstvertrauen des Teams war wieder da. Und trotz eines dezimierten Kaders und mit dem Motto #zusammen gelang der nächste Kunststück: Am Pferdeturm bei den Hannover Indians konnten die Drachen erstmalig in der Vereinsgeschichte mit 6:3 gewinnen. Leider gesellte sich seitdem auch Ziolkowski zum Lazarett.

Fast genau einen Monat später, nach dem 3:0 in Leipzig, konnten die Männer um Coach Carroll bei den Hannover Scorpions mit 3:2 gewinnen und auch zuhause das 3:0 gegen Leipzig wiederholen. Zunächst schien das alles Saisonkosmetik zu sein. Aber eine unerwartete Insolvenz der Hamburg Crocodiles machte einen Pre-Playoffs-Platz frei für die TecArt Black Dragons.

TecArt Black Dragons in Aktion

Die TecArt Black Dragons in Aktion. Foto: Lars Wannemacher

In dieser Phase der Saison kam die Mannschaft jedoch vollends an ihre Grenzen; die lange Saison hatte ihren Tribut gefordert. Zeitweise waren 6 Stammkräfte außer Gefecht. Auch für Kapitän Schümann, der sich gerade wieder Form spielte, war die Saison nach dem unglücklichen Zusammenprall mit Halles Striepeke vorbei.

Diese Verletztenliste machte jedoch den Weg frei für unsere jungen Wilden. Und diese wussten auch mit ihrer Chance umzugehen. Das Dreiergespann im Sturm um Enzo Herrschaft, Joe Kiss und Fritz Denner zeigte auch gleich mal, was in ihnen steckt. Zuerst erzielte Herrschaft sein erstes Oberligator für die Drachen, aber auch Denner und Kiss legten in späteren Spielen nach. Das waren jedoch nur die i-Tüpfelchen auf wirklich starke und überzeugende Leistungen. Das gilt auch für Tilman Pfister und Tim Heyter aus Dresden. Da wächst was für die Zukunft der TecArt Black Dragons.

Einlauf der TecArt Black Dragons zu den Pre-Playoffs

Einlauf der TecArt Black Dragons zu den Pre-Playoffs. Foto: Lars Wannemacher

Mit diesen Youngstern und auch mit dem wiedergenesen Ziolkowski ging es in die Pre-Playoffs gegen die unberechenbaren Piranhas. Im ersten Spiel setzte es eine deutliche 6:2 Niederlage, ehe die Drachen in einem Nervenkrimi mit 5:4 zuhause gewinnen konnten. Die Kartoffelhalle hat einfach nur gewackelt. Wahnsinn! Im dritten Spiel konnten die Drachen die Entscheidung lange offen halten, aber am Ende hat es nicht mehr gereicht, um noch in die Play-Offs gegen einen Süd-Verein zu kommen.

Zusammenfassung der Saison 2018/2019

Es war eine durchwachsene Saison mit vielen Höhen und Tiefen, die gezeigt hat, dass der EHC Erfurt – trotz der geringen finanziellen und infrastrukturellen Möglichkeiten – im Kreis der Vereine der Oberliga Nord immer noch mithalten kann – insbesondere durch eine hervorgarende Nachwuchsarbeit, die tolle Talente zu Tage fördert. Nicht ohne Grund hat der EHC Erfurt gerade als einziger Verein der Oberliga Nord erneut vier von fünf Sterne beim DEB-Förderprogramm erreicht – eine besondere Leistung aller Nachwuchstrainer, der sportlichen Leitung und aller Ehrenamtler, die sich rund um die Uhr um die Bambinis, die Schüler und die Jugendlichen kümmern. Der Dank richtet sich darüber hinaus an alle, die den Verein bedingungslos auch in schweren Zeiten unterstützen: die Sponsoren, die Partner, die vielen ehrenamtlichen Helfer – und natürlich die Fans!

Die Mannschaft der TecArt Black Dragons bedankt sich bei ihren Fans

Die Mannschaft der TecArt Black Dragons bedankt sich bei ihren Fans. Foto: Lars Wannemacher

Kommt gesund durch die Sommerpause. Wir sehen uns hoffentlich alle wieder am 7.9.2019 zur Saisoneröffnung gegen die Bayreuth Tigers in der Eishalle Erfurt. Und nach einer sicher wieder spektakulären Auswärtsfahrt starten wir dann in die Oberliga-Nord-Saison 2019/20 – egal mit wie vielen Teams und mit welchem Spielmodus. Wir halten Euch auf dem Laufenden…

Die Zusammenfassung der Saison im Video

Statistiken Saison 2018/2019

Top-Scorer
Michal Vazan 53 Punkte
Reto Schüpping 48 Punkte
Robin Sochan 38 Punkte

Top-Torschützen
Reto Schüpping 27 Tore
Michal Vazan 22 Tore
Oliver Kämmerer 15 Tore

Strafzeiten
Paul Klein 75 Minuten
Michael Vazan 61 Minuten
Sebastian Hofmann 44 Minuten

Dauerbrenner
Robin Sochan 48 Spiele
Oliver Kämmerer 47 Spiele
Michal Vazan 47 Spiele

Save-Quoten
Philip Lehr 89,3 %
Martin Otte-Günzler 87,1 %

Spieler der Saison
Marcel Weise

Beliebtestes Trikot
Felix Schümann

Durchschnittliche Zuschauerzahl
576

Strafminuten gesamt
522 Minuten

Diesen Beitrag haben wir von der Website des Eishockey-Teams "TecArt Black Dragons" / Rubrik "News" übernommen.


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Rainer Behnke

Hier bei TecArt hat mich vor allem die Innovationskraft und das einzigartige Produkt überzeugt. Meine Aufgaben umfassen einen Mix aus strategischem und operativem Marketingmanagement sowie Netzwerkarbeit. Als größte Herausforderung sehe ich es, die technische Komplexität aufgrund der Individualität der TecArt Business Software für Interessenten und Kunden nutzenorientiert und verständlich zu kommunizieren. Denn TecArt bietet eine Plattform, die das tägliche Arbeiten in jedem Unternehmen einfach besser macht.

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